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Frische Backwaren – nicht nur einmal am Tag

Clubabend | 3. Mai | 19:00 Uhr | DHBW Heilbronn, Raum B.2.06/2.07 im B-Gebäude

Frische Backwaren – nicht nur einmal am Tag

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18:30 Uhr Get-together | 19:00 Uhr Beginn

Wie häufig konsumieren Sie Snacks außer Haus? Durch den Vortrag Steffen Göhringers von der Germany Aryzta Food Solutions GmbH wurde den Mitgliedern und Gästen einmal mehr bewusst, welche Bedeutung der „Außer-Haus-Markt“ in Deutschland hat und welche Rolle die Aryzta Gruppe dabei spielt.

Aryzta? Kenne ich nicht.
Vielen Menschen in Deutschland wird es ähnlich gehen, wenn sie den Namen des Unternehmens hören, obwohl die Aryzta Food Solutions GmbH mit Sitz in Freiburg Deutschlands Marktführer für tiefgekühlte Convenience- Backwaren, Food-Service-Produkte und Konzepte im Außer-Haus-Markt ist. Im letzten Monat hat im Durchschnitt jede in Deutschland lebende Person mindestens 43 Produkte von Aryzta konsumiert. Kaum einer fragt sich, wer die Backwaren, die an Tankstellen, Backstuben oder Convenience- Stores angeboten werden, produziert hat. Dazu kommt, dass Aryzta bis vor Kurzem nur wenige Kommunikationsmaßnahmen im B2C-Bereich durchführte. Dies erklärt den geringen Bekanntheitsgrad des Unternehmens beim Endkonsumenten. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt ist ebenfalls, dass viele ihrer Kunden (z. B. Backshops) dem Endkunden suggerieren wollen, die Backwaren selbst hergestellt zu haben. Somit wären eigene Brandingmaßnahmen eher kontraproduktiv für Aryzta.

Aryzta – eine Erfolgsgeschichte
Die Aryzta Food Solutions GmbH ist ein Unternehmen des börsennotierten Schweizer Tiefkühl- und Convenience-Backwaren-Konzerns mit Sitz in Zürich. Die Aryzta Gruppe hat, als einer der führenden Backwarenhersteller weltweit, 57 Produktionsstandorte in 29 Ländern (22 Produktionsstandorte in Europa, sechs in Deutschland). Die Kunden werden in Deutschland von 90 Gebietsverkaufsleitern der Aryzta Food Solutions GmbH betreut. Ihr Sortiment umfasst über 800 verschiedene Produkte, die vor allem von Hotels, Restaurants, Catering-Unternehmen, Bäckereien, Tankstellen und dem Lebensmitteleinzelhandel eingekauft werden. Aryzta liefert innerhalb von 24 Stunden nach Bestellung an bis zu sechs Tagen pro Woche die Produkte an ihre Kunden. Das ergibt im Monat im Durchschnitt etwa 54.000 Anlieferungen. Diese Zahl spiegelt das Ausmaß des Außer-Haus-Marktes wider.

Der Außer-Haus-Markt in Deutschland
Egal ob in der Fußgängerzone, im Bahnhof oder im Discounter – gebacken wird rund um die Uhr, immer frisch, immer verfügbar. Zahlen belegen, dass 93 Prozent der deutschen Bevölkerung im Außer-Haus-Markt konsumieren (43 Milliarden Umsatz/Jahr in Deutschland). 77 Millionen Menschen in Deutschland kaufen und essen Produkte außerhalb ihrer eigenen vier Wände. Eindrucksvoll sind zwei Zahlenbeispiele aus dem Außer-Haus-Markt: So verkauft Ikea 20 Millionen Hotdogs pro Jahr, während Aral 30 Millionen Tassen Kaffee im gleichen Zeitraum ausschenkt. McDonald’s, Burger King, die Lufthanse Service Group und Tank & Rast gehören zu den Top-Ten- Unternehmen im Außer-Haus-Markt in Deutschland.

Ernährungstrends im Außer-Haus-Markt
Doch warum essen wir Deutschen im Außer-Haus-Markt, obwohl Studien eine ungesündere Ernährungsweise außerhalb des eigenen Zuhauses belegen? Trotz des Superfoods und zahlreicher anderer Ernährungstrends sind Konsumenten bereit, außer Haus Ernährungskompromisse einzugehen. Hunger, Stress, Gewohnheit, Lust zu knabbern sind nur einige der Studienergebnisse, warum wir den Außer- Haus-Markt nutzen. Nur 35 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung essen, wenn sie tatsächlich Hunger haben. Das sind alarmierende Zahlen für Ernährungswissenschaftler, gleichzeitig erfreuliche Erkenntnisse für die Nahrungsmittelindustrie. Steffen Göhringer, Head of Product Management bei der Aryzta Food Solutions GmbH, erläutert, wie Aryzta mit den aktuellen Food-Trends im Außer-Haus-Markt umgeht. Ein Trend ist der „Wirklich to go“- Aspekt. Konsumenten wollen einfache Transport- und Verzehrlösungen, die gleichzeitig emotionalisieren sollen. Aryzta entwickelte zum Beispiel den „Cookie to go“, um diesem Trend gerecht zu werden: ein Cookie in einem offenen Tütchen, dessen Krümel beim Verzehr direkt in dem vorgesehenen Behältnis landen. „Ich tue mir etwas Gutes“ stellt einen weiteren Food-Trend im Außer- Haus-Markt dar. Die Verwendung gesunder und guter Zutaten (z. B. Chiasamen über dem Fertigsalat, Bioprodukte) ist nur ein Beispiel, wie Aryzta diesen Trend umzusetzen versucht. Das Essen müsse zunehmend auch „instagramable“ sein, so Steffen Göhringer. So habe Aryzta den „Bacon Waffle Donut“ sowie die „Rainbow Pretzel“, deren Konsumenten gleich ein Foto dieses neuartigen Produktes auf Instagram posten könnten, entwickelt. Food solle spannend, innovativ und emotionalisierend sein. Es dürfe keine Langeweile aufkommen – ebenfalls ein Trend, den es zu beachten gilt, wenn es um Produktentwicklung in der Nahrungsmittelindustrie geht.

Wie sieht die Zukunft im Außer-Haus-Markt aus?
Während die Destrukturierung des Alltags (fünf Snacks am Tag ersetzen drei Hauptmahlzeiten) und die schnelle Verfügbarkeit von Lebensmitteln (z. B. am Ausgang des Supermarktes) schon Einzug in den Lebensmittelmarkt gehalten haben, stellen sich weitere Herausforderungen, die es in der Zukunft zu meistern gilt. Die Tendenz zur Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt, die Zunahme der E-Mobilität und der Homeoffice-Tätigkeiten, die digitale Transformation, aber auch die Forderung der Konsumenten nach einer Transparenz bei der Lebensmittelproduktion und die Premiumisierung von Nahrungsmitteln sind nur einige der Entwicklungen, über die sich Aryzta aktuell Gedanken macht, um weiter die Marktführerschaft behalten zu können. Zahlreiche Studien wurden in den letzten Jahren in Auftrag geben und analysiert.
Wir haben die Zukunft im Blick“, fasst es Herr Göhringer abschließend zusammen.

Text: Yvonne Zajontz

Referent:
Steffen Göhringer, Head of Product Management Germany Aryzta Food Solutions GmbH

Moderator:
Gerald Kranich, Gustav Käser Training International GmbH